| 08. Jan. | In Kiel gründet Waldemar Kraft den Block der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE). |
| 20. Jan. | Die "Provisorische Volkskammer" nimmt in der DDR den "Volkswirtschaftsplan für 1950 an. |
| 01. Feb. | Die Zahl der Arbeitslosen in der Bundesrepublik überschreitet die 2-Millionen-Grenze. |
| 08. Feb. | Bekanntgabe
eines Arbeitsbeschaffungsprogramms in Höhe von 3,4 Miiliarden DM -
zum größten Teil für den sozialen Wohnungsbau. In der DDR wird das Ministerium für Staatssicherheit" gebildet. |
| 28. Feb. | US-Hochkommissar McCloy schlägt gesamtdeutsche Wahlen für dne 15.10.1950 vor. Dazu das Presseamt der DDR am 02.März.: Gesamtdeutsche Wahlen seien nur nach Abzug der Besatzungstruppen und nach Zulassung aller politischen Parteien und Massenorganisationen möglich. |
| 03. März | Der Bundestag verabschiedet vorläufiges Beamtengesetz. Zwölf Wirtschaftskonventionen zwischen Frankreich und dem Saargebiet werden in Paris unterzeichnet. |
| 16. März | Der britische Oppositionsführer Churchill tritt vor dem Unterhaus als erster führender Politiker für eine Wiederbewaffnung Deutschlands ein. |
| 21./22. März | Gründung des Deutschen Beamtenbundes DBB. |
| 22. März | Die Bundesregierung plädiert für freie, gesamtdeutsche Wahlen zur Wiederherstellung der deutschen Einheit. |
| 31. März | Der Ministerausschuss des Europarates in Straßburg lädt die Bundesrepublik Deutschland und das Saarland in aller Form ein, dem Rat als assoziierte Mitglieder beizutreten. Am 08. Juli wird die Bundesrepublik Mitglied. |
| 01. April | Im Bundeskanzleramt wird eine Dienststelle für Auswärtige Angelegenheiten eingerichtet. |
| 02. April | Bundeskanzler Adenauer fordert von den Westmächten Sicherheitsgarantie für die Bundesrepublik. |
| 01. Mai | In der Bundesrepublik entfallen die letzten Lebensmittelrationen. In der DDR tritt das "Gesetz der Arbeit" in Kraft. |
| 09. Mai | Der französische Außenminster Robert Schuman legt den Plan zur Bildung einer westeuropäischen Montanunion vor. |
| 15. Mai | Kommuniqué der drei westalliierten Außenminister nach der Londoner Konferenz (vom 11. bis zum 13.Mai): Deutschland soll "in fortschreitendem Maße wieder in die Gemeinschaft der freien Völker Europas eintreten. Wenn diese Situation voll erreich tist, soll es von den Kontrollen befreit werden, denen es gegenwärtig noch unterworfne ist, und es soll ihm seine Souveränität in dem größtmöglichen Maße, das mit der Grundlage des Besatzungstatuts vereinbar ist. zuerkannt werden." Die Außenminister stellen fest, dass "die friedliche Wiedervereinigung Deutschlands das Endziel des Politik der Alliierten bleibt", und einigen sich über die Grundsätze, nach denen die Wiedervereinigung erfolgen soll. |
| 16. Mai | Das Reparationsabkommen zwischen der UdSSR und der DDR setzt die noch verbleibenden Reparationszahlungen nominell um 50% herab. |
| 17. Mai. |
Die Alliierte Hohe Kommission verkündet Gesetz zur Umgestaltung
des deutschen Kohlenbergbaus und der deutschen Eisen- und
Stahlindustrie (Dekartellisierung). Herabsetzung der Volljährigkeit in der DDR von 21 auf 18 Jahre. |
| 10. Juni | Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands (ARD) in der Bundesrepublik. |
| 20. Juni | Beginn der Sechsmächtekonferenz in Paris über den Schuman-Plan (Montanunion - siehe 09.Mai) |
| 25. Juni | Ausbruch des Koreakrieges. |
| 06. Juli | Unterzeichnung eines Abkommens über die Oder-Neiße-Grenze zwischen Polen und der DDR in Görlitz. Die Verhandlungen zwischen der DDR und Polen hatten bereits am 06. Juni begonnen. Am 09. Juni lehnten das amerikanische und britische Außenministerium solche Verhandlungen ab, da eine Entscheidung darüber erst in einem Friedensvertrag für Gesamtdeutschland getroffen werden könne; entsprechend lehnten auch Bundestag und Bundesrat eine Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als Staatsgrenze ab. |
| 20. Juli | Bis zum 24. Juli: III. Parteitag der SED. Bildung eines Zentralkomitees (ZK) anstelle des Parteivorstands der SED. |
| 23. Juli | Kardinal Frings betont Unvereinbarkeit christlichen Denkens mit Wehrdienstverweigerung. |
| 25. Juli | Wahl Walter Ulbrichts zum Generalsekretär des ZK. |
| 04. Aug. | Berlin- West gibt sich eine Verfassung, die es als Land der Bundesrepublik ausweist und den Bestimmungen des Grundgesetzes unterwirft, sofern alliierte Vorbehalte dem nicht entgegenstehen. |
| 11. Aug. | Der Europarat in Straßburg nimmt den Vorschlag des britischen Oppositionsführers Churchill (siehe 16. März), eine europäische Armee unter Einbeziehung deutscher Kontingente zu schaffen, mit Mehrheit an. |
| 18. Aug. | Adenauer fordert westdeutsche Verteidigungstruppen als Gegengewicht zur Volkspolizei der DDR. |
| 21. Aug. | Beginn des Aufbaus des "Eisenhüttenkombinats Ost" bei Fürstenberg a.d.Oder (vorübergehend "Stalinstadt"), wird am 11.August 1954 voll betriebsfähig. |
| 24. Aug. | Säuberungsaktion in der SED-Führung, die 1956 teilweise durch Rehalibilitierung wieder aufgehoben wird. |
| 25./26. Aug. | I. Deutscher Nationalkongreß der "Nationalen Front" in Ostberlin: Propaganda für die Einheitslistenwahlen in der DDR. |
| 27. Aug. | Der Rat der EKD spricht sich gegen Remilitarisierung aus. |
| 29./30. Aug. | Denkschriften Adenauers an die Westmächte mit dem Angbeot eines Wehrbeitrags und Forderung nach Souveränität. |
| 12. Sept. | Bis 18. September. Außenministerkonferenz der Westmächte in New York kündigt neue Deutschlandpolitik an (Alleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik bekräftigt; westdeutscher Wehrbeitrag zur Verteidigung Europas in Aussicht). |
| 13. Sept. | In der Bundesrepublik wird erstmals eine Volkszählung durchgeführt. |
| 19. Sept. | Die 17 Mitgliedstaaten der QEEC, darunter die Bundesrepublik Deutschöand, gründen in Paris die Europäische Zahlungsunion (EZU). |
| 26. Sept. | NATO-Rat beschließt in New York die Schaffung einer gemeinsamen Armee. Deutschland soll Möglichkeit erhalten, "einen Beitrag zur Verteidigung Westeuropas zu leisten". |
| 29. Sept. | Aufnahme der DDR in den Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW / COMECON). |
| 06. Okt. | Himmeroder Denkschrift mit erstem deutschen Verteidigungskonzept. |
| 08. Okt. | Konstituierung des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe. |
| 11. Okt. | Gustav Heinemann (CDU), der sich gegen die Aufrüstung der Bundesrepublik ausspricht, tritt zurück und wird als Innenminister durch Robert Lehr (CDU) abgelöst (Heinemann verläßt 1952 die CDU und tritt nach Gesamtdeutscher Volkspartei 1957 der SPD bei). |
| 15. Okt. | Wahlen zur Volkskammer, zu Land- und Kreistagen sowie Gemeindevertretungen der DDR. 99,7% für die Einheitslisten der "Nationalen Front des Demokratischen Deutschland": |
| 20. Okt. | Bis zum 22. Oktober: Die CDU hält ihren ersten Parteitag in Goslar ab. Bundeskanzler Adenauer wird Erster Vorsitzender (bis 1966). |
| 26. Okt. | Der CDU-Politiker Theodor Blank wird Beauftragter der Bundesregierung für Fragen der alliierten Besatzungstruppen. Die "Dienststelle Blank" wird Vorläufer des Verteidigungsministeriums. |
| 04. Nov. | Die Sowjets schlagen eine neue Viererkonferenz über Deutschland vor. Unterzeichnung der Europäischen Konvention der Menschenrechte und Grundfreiheiten in Straßburg. |
| 07. Nov. | Gesetz über die Errichtung des Bundesamtes für Verfassungsschutz. |
| 08.Nov. | Konstituierende Sitzung der am 16. Oktober gewählten Volkskammer. Otto Grotewohl wird mit der Regierunsgbildung beauftragt. |
| 29./30. Nov. | Urabstimmung der IG Metall, in der 96% der Gewerkschaftsmitglieder den Vorstand bevollmächtigen, für die Durchsetzung der paritätischen Mitbestimmung in der Montanindustrie zum Streik aufzurufen. |
| 01. Dez. | Der Bundeskanzler plädiert für die Ablösung des Besatzungsstatuts durch einen Sicherheitsvertrag. |
| 19. Dez. | Außenministerkonferenz der drei westlichen Großmächte in Brüssel. Es wird beschlossen, auf dem Verhandlungsweg mit der Regierung der Bundesrepublik das Problem des deutschen Verteidigungsbeitrags zu verfolgen und das Besatzungsstatut durch ein System von Verträgen abzulösen. |
| 31. Dez. | In der Bundesrepublik betrug die Arbeitslosenquote im Durchschnitt 11,0%. Nach amtlichen Angaben kamen 197788 Personen aus der DDR in die Bundesrepublik. |