Deutschland 1953

27. Feb. Londoner Abkommen über die Regelung der deutschen Auslandsschulden. Verbindlichkeiten der Bundesrepbulik rund 13.730.000.000 DM
März Höhepunkt des Flüchtlingsstroms aus der DDR. 6000 Menschen suchen in Berlin um Aysl nach.
Am 04. März verabschiedet der Bundestag das Flüchtlings-Notleistungsgesetz und am 25. März das Bundesvertirebenengesetz.
05. März Tod Stalins. Sein Nachfolger wird Georgi M. Malenkow.
18. März Der Bundestag nimmtmit großer Mehrheit das deutsch-israelische Wiedergutmachungsabkommen an, das am 27. März in Kraft tritt.
19. März Der Bundestag ratifiziert Deutschland- und EVG-Vertrag.
31. März Internationales Abkommen für die politischen Rechte der Frau (für die Bundesrepublik tritt es erst am 02.02.1971 in Kraft).
07. April Bis 17. April: Besuch Adenauers in den USA.
09. April Das deutsch-amerikansische Kulturabkommen tritt in Kraft. Am 03.06.1953 tritt der 1923 zwischen Deutschland und den USA geschlossene Freundschafts-, Handels- und Konsularvertrag wieder in Kraft.
Aufhebung der Rationierung von Textilien und Schuhwaren und Neuregelung der Lebensmittelversorgung in der DDR.
05. Mai Zum 135. Geburtstag von Karls Marx wird Chemnitz in "Karl-Marx-Stadt" umbenannt.
21. Mai Die SKK (Sowjetische Kontrollkommision) wird in die Hohe Kommission der UdSSR in Deutschland umgewandelt.

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10. Juni Der Bundestag fordert in einer einstimmigen Entschließung eine Viermächtekonferenz über freie Wahlen in ganz Deutschland, Bildung einer gesamtdeutschen Regierung und einen Friedensvertrag.
16. Juni In Ostberlin treten Bauarbeiter aus Protest gegen die Erhöhung der Arbeitsnormen. die vom Ministerrat beschlossen worden war, in Streik.
17. Juni Volksaufstand in Ostberlin und in der DDR.
Aus Protestdemonstrationen der Arbeiterschaft gegen die Erhöhung der Arbeitsnormen entwickeln sich Kundgebungen der Bevölkerung gegen das SED-Regime. Der Aufstand kann nur durch das bewaffnete Eingreifen sowjetischer Truppen unter blutigen Verlusten der Bevölkerung und durch drakonische Strafmaßnahmen nieder geschlagen werden. Der Ausnahmezustand wird am 11. Juli wieder aufgehoben.
Der 17. Juni wird am 4. August durch Bundesgesetz zum "Tag der deutschen Einheit" bestimmt.
25. Juni Der Bundestag verabschiedet ein neues Wahlgesetz, wonach nur Parteien in den Bundestag einziehen, die mindestens 5% der abgegeben Stimmen erhalten oder einen Wahlkreis direkt gewinnen (nach den negativen Erfahrungen mit der "Weimarer Republik").
08. Juli Bundeswahlgesetz löst Wahlgesetz des Parlamentarischen Rates ab. Einführung der Zweitstimme (Novellierungen 07.05. 1956 (Briefwahl) und am 14.02.1964 (neue Wahlkreiseinteilung)).
20. Juli Die UdSSR liefert auf Kredit Lebensmittel und Rohstoffe im Wert von 231 Millionen Rubel an die DDR.
24. Juli Bis 26. Juli: 15. Tagung des ZK der SED. Wahl von Walter Ulbricht zum Ersten Sekretär des ZK (bisher "Generalsekretär").

20. Aug. Bis 22. August: Verhandlungen einer Regierungsdelegation der DDR im Moskau. Vereinbarung über den Erlass aller Reparationsleistungen ab 01.01.1954 und über die Umwandlung der jeweiligen diplomatischen Vertretungen in Botschaften. Am 24.08. verzichtet Polen ebenfalls auf Reparationszahlungen der DDR.
06. Sept. Wahlen zum 2. Deutschen Bundestag:
CDU/CSU 45,2%
SPD 28,8%
FDP 9,5%
DP 3,2%
10 Direktmandate.
29. Sept. Tod des Regierenden Bürgermeisters von (West-)Berlin Ernst Reuter.
20. Okt. 2. Kabinett Adenauer: Koalitionsregierung aus CDU/CSU, FPD, DP und GB/BHE (Gesamtdeutscher Block/Block der Heimatvertriebenen und Entrechteten).
Gründung eines Ministeriums für Familienfragen.
22. Okt. CDU und FPD bilden nach dem Tod Ernst Reuters eine Koalition und wählen Walther Schreiber (CDU) zum neuen Regierenden Bürdermeister von (West-)Berlin.
24. Okt. Bis 25. Oktober: Das ZK der SED beruft eine "Zentrale Konferenz werktätiger Frauen" in Ostberlin ein. Die SED versucht, verstärkt Frauen für den Arbeitswettbdewerb zu mobilisieren.
Am 13.10. wurde in einem Braunkohlenbergwerk bei Halle die erste Frauenschicht gefahren.
12. Nov. Der Sender Freies Berlin (SFB) wird errichtet. Sendebeginn am 01.06.1054.
18. Dez. Das Bundesverfassungsgericht erklärt die im Grundgesetz vorgesehene Gleichberechtigung von Mann und Frau für rechtens. Für das Ehe- und Scheidungsrecht wird eine Reformgefordert.
31. Dez. Die Arbeitslosenquote in der Bundesrepublik betrug im Jahresdurchschnitt 8,4%.
331390 Personen kamen aus der DDR in die Bundesrepublik.
Quelle: "Deutschland seit 1945" Wolfgang Benz, dtv 1999
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