Deutschland 1956

02. Jan. Einheiten der Bundeswehr beginnen ihren Dienst.
03. Jan. Beginn des offiziellen Fernsehprogramms des "Deutschen Fernsehfunks" (ab 1972 "Fernsehen der DDR") in der DDR.
18. Jan. Gesetz über die "Nationale Volksarmee" (NVA) und Errichtung eines "Ministeriums für Nationale Verteidigung" (Willi Stoph) in der DDR. Die "Kasernierte Volkspolizei" geht in der NVA auf . Am 28. Januar wird die NVA in den Warschauer Pakt einbezogen.
27. Jan. Die DDR tritt dem Warschauer Pakt bei.
14. Feb. Bis 25. Februar: Auf dem XX. Parteitag der KPdSU wird die Entstalinisierung beschlossen.
16. Feb. Übertritt der Bundesminister des GB/BHE, Waldemar Kraft und Theodor Oberländer, zur CDU.
27. Juni 2. Wohnungsbau- und Familienheimgesetz erlassen. Es fördert uner anderem den Bau von Sozialwohnungen für einkommensschwache und kinderreiche Familien.
07. Juli Der Bundestag beschließt Gesetz über allgemeine Wehrpflicht: Einführung der allgemeinen Wehrpflicht für Männer zwischen 18 und 45 Jahren mit Recht auf Wehrdienstverweigerung. Das Gesetz gilt nicht in Westberlin.
25. Juli "Bremer Abkommen" zwischen IG Metall und "Gesamtmetall": Die 5-Tage-Woche wird eingeführt.
14. Aug. Tod des Schriftstellers und Regisseurs Bertolt Brecht in Ostberlin.
17. Aug. Die KPD wird durch das Bundesverfassungsgericht nach fünfjähriger Prozeßdauer für verfassungswidrig erklärt. Die Partei wird aufgelöst und ihr Vermögen beschlagnahmt.

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01. Okt. Die IG Metall erwirkt die 45-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich.
11. Okt. Die Einführung einer Verkehrssünderkartei wird vom Deutschen Bundestag einstimmig beschlossen.
16. Okt. Bundeskanzler Adenauer bildet sein Kabinett um. Der bisherige Minister für Atomfragen Franz Josef Strauß (CSU) löst Theoder Blank (CDU) als Verteidigungsminister ab.
27. Okt. Vertrag mit Frankreich zur Regelung der Saarfrage. Das Saarland soll am 01.01.1957 politisch und bis Ende 1959 auch wirtschaftlich der Bundesrepublik angegliedert werden. Am 14.12. 1956 werden die deutsch-französischen Saarverträge durch den Bundestag einstimmig gebilligt. 
20. Nov. Der Bund der Zeitungsverleger und der Deutsche Journalisten-Verband gründen den Deutschen Presserat als Einrichtung der Selbstkontrolle.
07. Dez. Der Bundesgerichtshof beschränkt die Verfolgung von NS-Richtern durch ein eingrenzendes Urteil.
31. Dez. Die Arbeitslosenquote in der Bundesrepublik betrug im Jahresdurchschnitt 4,4 %.
Die Zahl der Übersiedler aus der DDR in die Bundesrepublik betrug 279890 (?) Personen.

Quelle: "Deutschland seit 1945" Wolfgang Benz, dtv 1999
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