| 07. Januar | In einer Erklärung unterstützt die Bundesregierung den Krieg der USA in Vietnam. |
| 29. Jan. | /30. Januar: Ein Kompromiß über das Problem der Mehrheitsentscheidung (Prinzip der Einstimmigkeit der Beschlüsse) legt in Luxemburg die EWG-Krise bei. Frankreich nimmt wieder an den Ratssitzungen teil. |
| 11. Feb. | Das ZK der SED richtet einen offenen Brief an die SPD. In einer Antwort am 19.03. stellt der Vorstand der SPD seine Bedinungen für einen Redneraustausch. |
| 17. Feb. | /18. Februar: Nach dem Scheitern der Pläne einer multilateralen NATO-Streitmacht wird unter Beteiligung der Bundesrepublik eine nukleare Planungsgruppe der NATO eingerichtet. |
| 28. Feb. | Der Staatsrat der DDR beantragt die Mitgliedschaft der DDR in der UNO. |
| 07. März | Frankreich tritt aus dem militärischen Bereich der NATO aus (siehe auch 09.09.1065). |
| 21. März | Bsi 23. März: Ludwig Erhard löst auf dem 14. Bundesparteitag der CDU Altbundeskanzler Adenauer im Vorsitz ab. |
| 09. Mai | Das erste Atomkraftwerk der DDR bei Rheinsberg nimmt den Betrieb auf. |
| 13. Mai | Der Bundeskongreß des DGB lehnt mit 251 gegen 182 Stimmen jede Art von Notstandsgesetzen ab. |
| 26. Mai | Kommuniqué von SPD und SED über den sogenannten Redneraustausch zwischen beiden Parteien. |
| 29. Juni | Die SED sagt den mit der SPD vereinbarten Redneraustausch ab. |
| 06. Juli | Der Warschauer Pakt schlägt europäische Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit vor. |
| 17. Juli | Der Deutsche Katholikentag in Bamberg verabschiedet eine vielbeachtete Erklärung zur Aussähnung mit Polen. |
| 19. Juli | Das Bundesverfassungsgericht erklärt die bisherige Parteienfinanzierung aus dem Bundeshaushalt für unzulässig. Den Parteien dürfen aber in begrenztem Umfang Wahlkampfkosten erstattet werden. |
| 01. Okt. | Albert Speer (führender Architekt des Dritten Reiches - von 1942 bis 1945 war er Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion) und Baldur von Schirach (Reichsjugendführer, ab 1940 Reichsstatthalter in Wien) werden nach Verbüßung ihrer Strafen aus dem Kriegsverbrechergefängnis Belrin-Spandau entlassen. |
| 27. Okt. | Rücktritt der FDP-Minister des Kabinetts Erhard. Vorzeitige Beendigung der Bonner Regierunsgkoalition durch Mehrheitsentscheidung der FDP-Fraktion. Neue Verhandlungen mit der CDU/CSU-Fraktion scheitern an Meinungsverschiedenheiten. |
| 30. Okt. | Die Kampagne "Notstand der Demokratie", die sich gegen die Verabschiedung der Notstandsgesetze richtet, beginnt. |
| 06. Nov. | Die rechtsextreme NPD gewinnt bei Wahlen zum hessischen Landtag 7,9% der Stimmen. |
| 20. Nov. | Bei den Landtagswahlen in Bayern erhält die NPD 7,4% der Stimmen. |
| 30. Nov. | Bundeskanzler Erhard erklärt seinen Rücktritt. |
| 01. Dez. | Der baden-württembergische Ministerpräsident Kurt-Georg Kiesinger (CDU) wird zum neuen Bundeskanzler gewählt und bildet eine große Koalition aus CDU/CSU und SPD. Vizekanzler und Außenminister wird Willy Brandt (SPD). |
| 02. Dez. | Als Nahcfolger von Willy Brandt wird Heinrich Albertz (SPD) neuer Regierender Bürgermeister von Berlin. |
| 14. Dez. | Herbert Wehner erklärt als neuer Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, daß eine diplomatische Anerkennung der DDR erst nach deren demokratischer Legimitierung möglich sei. |
| 21. Dez. | Deutsch-französische Regierungsvereinbarung über den Status und das Aufenthaltsrecht der französischen Truppen nach deren Ausscheiden aus der NATO. |
| 31. Dez. | Die Arbeitslosenquote in der Bundesrepublik betrug im Jahrersdurchschnitt 0,7%. |