Deutschland 1967

01. Jan. Die 40-Stunden-Woche wird in der Metallindustrie der BRD eingeführt.
31. Jan. Die Bundesrepublik vereinbart die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zu Rumänien und gibt damit praktisch die ie "Hallstein-Doktrin" auf.
Gleichzeitig komt es zu einer heftigen öffentlichen Kontroverse zwischen der SED und der KP Rumäniens.
14. Feb Erste Gespräche der neugegründeten und von Bundeswirtschaftsminister Schiller angeregten "Konzertierten Aktion".
20. Feb. Die DDR-Volkskammer beschließt ein Gesetz über eine eigene DDR-Staatsbürgerschaft.
23. Feb. Der Bundestag beschließt das Kreditfinanzierungsgesetz, das die Regierung ermächtigt, mit Investitionszuschüssen bis zu 2,5 Milliarden DM Investitionen zu fördern.
10. März Im Bundestag wird der 3. Entwurf des Gesetzes zur Einführung einer Notstandsverfassung vorgelegt.
12. April Buneskanzler Kiesinger gibt eine Regierungserklärung zur Deutschlandfrage ab. Er bietet der DDR ein geregeltes Nebeneinander an und schlägt Kontakte auf den Gebieten Wirtschaft, Verkehr und Technik vor.
17. April Bis 22. April: VII. Parteitag der SED in Ostberlin. Annahme des Programms zur "Industrialisierung der Landwirtschaft".
19. April Konrad Adenauer stirbt im Alter von 91 Jahren in Rhöndorf am Rhein.
10. Mai Brief des Ministerpräsidenten der DDR, Willi Stoph, an Bundeskanzler Kiesinger. Das Schreiben wird angenommen, und der Bundeskanzler erklärt sich in seinem Antwortbrief zu Verhandlungen über die "Normalisierung der Beiehungen" durch Bauftragte beider deutscher Regierungen bereit.
29. Mai Das Mehrwertsteuergesetz wird verabschiedet (ab 01.01.1968 in Kraft).
02. Juni Der Student Benno Ohnesorg wird bei Demonstrationen anläßlich des Schah-Besuchs in Berlin von einem Polizisten erschossen. Das löst Unruhen an der Freien Universität und in Westberlin aus.
28. Juni Das Parteiengesetz wird durch den Bundestag verabschiedet. Es regelt Status, Struktur und Aufgaben der politischen Parteien.

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1. Juli Fusionierung von EGKS, EWG und EURATOM zur Europäischen Gemeinschaft (EG).
02. Juli Volkskammerwahlen nach Einheitslisten in der DDR.
13. Juli /14. Juli Ulbricht und Stoph werden als Staatsratsvorsitzender bzw. Ministerratsvorsitzender wiedergewählt.
17. Juli Der Bundesausschuß des DGB lehnt für den Deutschen Gewerkschaftsbund den vorlegenden Entwurf der Notstandsverfassung ab.
03. Aug. Die Bundesrepublik und die Tschechoslowakei vereinbaren ide Errichtung von Handelsvertretungen.
25. Aug. Start des Farbfernsehens in der Bundesrepublim und Ausstrahlung einer farbigen Fernsehshow.
29. Aug. Einführung der 5-Tage-Woche mit 43 3/4 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit in der DDR.
18. Sept. Willi Stoph, Ministerpräsident der DDR, schlägt Bundeskanzler Kiesinger einen Vertragsentwurf über die Herstellung und Pflege normaler Beziehungen vor.
26. Sept. Heinrich Albertz, Regierender Bürgermeister von Berlin, tritt im Zusammenhang mit den Studentenunruhen vom Juni zurück.
13. Okt. Außenminister Brandt setzt sich für bessere Beziehungen zu den Staaten Osteuropas ein.
19. Okt. Klaus Schütz (SPD) wird zum neuen Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt.
22. Dez. Verkündung des Filmförderungsgesetzes. Mit seiner Hilfe sollen die Herstellung deutscher Filme, die technische Ausstattung von Filmtheatern und die Werbung für den deutschen Film unterstützt werden.
31. Dez. Die Arbeitslosenquote in der Bundesrepublik betrug im Jahresdurchschnitt 2,1%.

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Quelle: "Deutschland seit 1945" Wolfgang Benz, dtv 1999
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