Deutschland 2005


01. Januar Der vierte Teil der Arbeitsmarktreform, Hartz IV, tritt in Kraft. Langzeitarbeitslose erhalten in Zukunft statt der Arbeitslosenhilfe das Arbeitslosengeld II, das in seinem Umfang dem Sozialhilfeniveau entspricht.
Start des satellitengestützten LKW-Mautsystems auf deutschen Autobahnen.
22. Januar Linke SPD-Abweichler und Gewerkschafter der Partei gründen in Göttingen die Partei "Arbeit und soziale Gerechtigkeit - die Wahlalternative" (WASG).
01. Februar Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat im Januar erstmals die Grenze von fünf Millionen überschritten.
02. Februar Der ehemalige Box-Weltmeister Max Schmeling stirbt im niedersächsischen Hollenstedt im Alter von 99 Jahren.
02. Februar Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein erhält die Christlich Demokratische Union (CDU) 40,2 Prozent, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 38,7 Prozent und die Freie Demokratische Partei (FDP) 6,6 Prozent der Stimmen. Bündnis90/Die Grünen erzielen 6,2 Prozent und der südschleswigsche Wählerverband 3,6 Prozent. Am 16.4. einigen sich CDU und SPD auf eine Große Koalition unter Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (geb.1947)(CDU).
19. April Der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger wird zum neuen Papst gewählt. Er nimmt den Namen Benedikt XVI. an.
08. Mai Mit vielen Gedenkveranstaltungen erinnert Deutschland an das Kriegsende vor 60 Jahren.
09. Mai Zahlreiche Gäste aus aller Welt, darunter US-Präsident Bush und Bundeskanzler Schröder, nehmen in Moskau an den Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges teil.
22. Mai Die CDU gewinnt mit ihrem Kandidaten Jürgen Rüttgers (geb.1951) die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Mit 44,8 Prozent der Wählerstimmen bildet sie mit der FDP (6,2 Prozent) eine Koalition. Die SPD erreicht 37,1 Prozent, Bündnis90/Die Grünen 6,2 Prozent. Nach diesem für die SPD enttäuschenden Wahlergebnis spricht sich Bundeskanzler Schröder für vorgezogene Bundestagswahlen im Herbst 2005 aus.
24.Maii Oskar Lafontaine tritt aus der SPD aus.
10. Juni Die Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) und die "Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit" (WASG) beschließen, bei der Bundestagswahl als gemeinsames Linksbündnis anzutreten.
01. Juli Bundeskanzler Schröder verliert im Bundestag wie beabsichtigt die Abstimmung über die Vertrauensfrage. Daraufhin schlägt er Bundespräsident Horst Köhler die Auflösung des Bundestages vor, um den Weg für Neuwahlen zu öffnen.
17. Juli
Auf einem Sonderparteitag in Berlin ändert die PDS ihren Namen in Die Linkspartei PDS.
21. Juli
Bundespräsident Horst Köhler löst den Bundestag auf und setzt für den 18. September Neuwahlen an.
01. August 14 von 16 Bundesländern führen die unstrittigen Teile der Rechtschreibreform in Schulen und Behörden verbindlich ein. Bayern und Nordrhein-Westfalen halten an der Übergangsregelung fest.
18. Sept. Entgegen den Umfrageergebnissen landet die CDU bei den vorgezogenen Bundestagswahlen mit 35,2 Prozent der Stimmen nur knapp vor der SPD (34,2 Prozent). Drittstärkste Partei ist die FDP mit 9,8 Prozent, gefolgt von der Linkspartei.PDS (8,7 Prozent) und Bündnis90/Die Grünen (8,1 Prozent).
11. Nov. Knapp acht Wochen nach der Bundestagswahl einigen sich Union und SPD auf einen Koalitionsvertrag.
22. Nov. Angela Merkel wird mit 397 von 612 der abgegebenen Stimmen zur ersten Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland gewählt.
09. Dez.
Beginn des Baus der Ostseegasleitung, die Deutschland und Westeuropa ab 2010 mit russischem Ergas versorgen soll. Aufsichtsratsvorsitzender der Betreibergesellschaft soll der frühere Bundeskanzler Schröder werden.
Niedersachsen beschließt als erstes Bundesland die Einführung von Studiengebühren.


Quelle: "www.dhm.de"
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